RADORA-B

Bewährt seit 1949...

bei Glaskorrosion der Stufe I von Kalk-Natron-Glas unbeschichtet. 

entfernt zuverlässig:

  • hartnäckigen Schmutz
  • Kalkflecken
  • blinde Stellen
  • Blauverfärbungen
  • Irisationserscheinungen

Nicht verwenden für:

Metalloxidbeschichtetes Glas und Spiegelglas. Eloxiertes, galvanisiertes Material, hochglanzpoliertes Steinmaterial vor RADORA-B schützen.

Unbedingt umseitige Gebrauchsanweisung und Sicherheitshinweise beachten!

Gebrauchsanweisung:

 1. Reinigung von stark verschmutzten Glasscheiben:

Bei sehr stark verschmutzten Glasflächen muss grundsätzlich mit viel klarem Wasser vorgewaschen werden um Fluoridverbindungen zu vermeiden. Danach streicht man RADORA-B, ohne es zu verdünnen, aus einem Kunststoffeimer (keine Metalleimer verwenden) mit einem großen sauberen Pinsel auf die zu reinigenden Glasflächen auf. RADORA-B kann sehr dünn und sparsam aufgetragen werden, darf aber während der Anwendung nicht auf dem Glas antrocknen. Der größte Schmutz wird in wenigen Minuten restlos aufgelöst. Mit einem Wassersprühstrahl muss der aufgelöste Schmutz abgewaschen werden. RADORA-B darf nur wenige Minuten auf dem Glas einwirken. Nach dieser Reinigungsmethode erhält das Glas ein vollkommen neues Aussehen. Bei geringeren Verschmutzungen kann RADORA-B nach Bedarf mit Wasser verdünnt werden. Der Verdünnungsgrad von RADORA-B muss anhand der Verschmutzung selbst ermittelt werden.

2. Reinigung von Satinato und sandgestrahltem Glas bei der Glasbearbeitung:

Wie unter Punkt 1 beschrieben. RADORA-B kann bis 1 zu 8 mit Wasser verdünnt werden. Die behandelten Gläser zuerst mit einem Wassersprühstrahl abwaschen, erst dann in die maschinelle Reinigungsanlage geben. RADORA-B wirkt ätzend, deshalb greift das Produkt Metallteile der Waschanlage an.

 

3. Reinigung von blindem, angeblautem Glas - Irisationserscheinungen:

Sämtliche Glassorten, außer Spiegelglas und beschichteten Gläsern, die durch feuchte allzu lange Lagerung blind geworden sind - Irisationserscheinungen - lassen sich wie folgt reinigen. RADORA-B wird mit einem großen sauberen Pinsel auf die Seite des Glases aufgetragen, die mit Bläue behaftet ist. Die Einwirkzeit beträgt ca. 1-2 Minuten. Anschließend wird das Glas mit reichlich Wasser abgespült. Bei sehr hartnäckigen Fällen kann derselbe Vorgang wiederholt werden. Glasscheiben, die nur Bläue aufweisen, werden einwandfrei gereinigt. Für Gläser, die in der Oberfläche bereits angegriffen sind - sichtbare weiße Sodaflecken -, kann eine einwandfreie Reinigung nicht garantiert werden.

Glaskorrosion der Stufe I und Stufe II

Es gibt nur wenige Fälle, in denen RADORA-B nicht mehr effektiv die Vorschädigung von Glas beheben kann. Solche Fälle beinhalten Korrosion der Stufe II mit hartnäckigen Siliziumschichten, Gebäudeversiegelungen sowie hartnäckige Beläge von Silikon, Dichtmitteln und Spezialprodukten zur Glasbeschichtung (z.. B. in Küstennähe) um Wasserflecken und Aufbau von Belägen zu verhindern.

Glaskorrosion Stufe I

Korrosion der Stufe I ist normalerweise nur minimal vorhanden und kann leicht entfernt werden mit einfacher Instandsetzung durch RADORA-B.

Glaskorrosion Stufe II

Korrosion der Stufe II ist normalerweise nicht mehr korrigierbar durch die Anwendung von Mitteln, die Fluor enthalten wie RADORA-B; hingegen kann es bei deren Anwendung zu einer Verschlimmerung kommen. Stufe II unterscheidet sich von Stufe I dadurch, dass das Silizium aus der Glasoberfläche ausgelaugt wurde und eine komplette Zerstörung einiger Sauerstoffmoleküle im Siliziumverbund stattgefunden hat.

Schützende Beschichtungen:

Die meisten Oberflächenschichten oder Filmrückstände auf Glas werden nach dem Einbau festgestellt. Zum Beispiel können sie bei der Anwendung von Gebäudeversiegelung, die zum Schutz vor Sickerwasser aufgetragen werden, das Glas benetzen oder bei Reinigungs- oder Poliermittel für Fenster, die Silikon enthalten, vornehmlich zum Schutz des Glases vor Salzwasser oder saurem Regen mit der Oberfläche in Berührung kommen. Libbey Owens Ford Glass empfiehlt als einzig sichere Methode zur Entfernung solcher Schichten das Erweichen des Films mittels Toluol oder Xylol und anschließender Anwendung eines leicht abrasiven Poliermittels (RADORA-BRILLANT-Fensterglanz) zur Abtragung. Obwohl sich die meisten Menschen, außer denjenigen, die in die Glasforschung tätig sind, unter den Bezeichnungen Glaskorrosion oder Auslaugung nichts vorstellen können, ist es trotzdem wahr. „Faktisch führen Glasschäden durch Auslaugung und Korrosion bei Glasherstellern und Fabrikanten zu Verlusten in Millionenhöhe“. Es ist unter Glasprofis allgemein bekannt, dass Wasser mit Glas der handelsüblichen Kalk-Natron-Zusammensetzung reagiert. Wenn zugelassen wird, dass Wasser über einen längeren Zeitraum auf die Glasoberfläche einwirkt, können verschiedene außergewöhnliche chemische Reaktionen stattfinden, die Korrosion, Zerstörung oder Auslaugung verursachen. Chemisch gesehen löst Wasser Natriumionen aus dem Kalk-Natron-Glas, was mit folgender Reaktion beschrieben werden kann:

SiONa (Glas) + H2O  =  SiOH  (Siliziumhydroxid) + NaOH (Natriumhydroxid)

„Schließlich löst die Zunahme der Alkalität in der Kontaktflüssigkeit weitere, zusätzlich zerstörende Reaktionen aus.“ Versuche haben gezeigt, dass diese chemische Reaktion pH-Werte von bis zu 9,9 ergeben kann. Das ist extrem alkalisch. Solange der pH-Wert unter 9,0 bleibt, geht die Korrosion der Stufe I voran mit den bekannten Reaktionen auf der Glasoberfläche. Die optische Qualität und die Unversehrtheit der Glasoberfläche bleiben im Wesentlichen unbeeinflusst. „Wie dem auch sei, ungehemmte Korrosion der Stufe I kann, wie vorher erwähnt, zu höheren alkalischen Werten führen,“ sagt Paul Duffer.

(Quelle: “Paul F. Duffer, How to prevent Glass Corrosion“ Glass Digest, 15. November 1986, Seiten 76-80, Paul F. Duffer, USA)

 

Sobald der pH-Wert die Größe von 9,0 oder höher erreicht, beginnt die zweite wichtige chemische Reaktion der Glaskorrosion – Stufe II. An diesem Punkt ist die Konzentration der Hydroxid-Ionen ausreichend, um das Silizium-Netzwerk anzugreifen. Während des Anfangsstadiums dieses Prozesses tritt mikroskopisch kleiner Lochfraß an der Glasoberfläche auf. Wenn es dieser chemischen Reaktion erlaubt wird, sich fortzusetzen wird die Oberflächenschädigung zunehmend sichtbar und das Glas zeigt ein ausgedehntes Schillern (Irisation) oder eine dichte, transluzente Trübung. In beiden Fällen ist die optische Unversehrtheit des Glases zerstört. Die Wiederherstellung der ursprünglichen Oberflächenqualität von stark korrodiertem Glas ist eine Großtat. Schleifen und polieren können die optische Qualität wieder herstellen, aber aufgrund der benötigten Zeit und des Aufwands ist es wesentlich einfacher, stark korrodiertes Glas zu entsorgen. Wenig korrodiertes Glas (Stufe I) kann mit RADORA-B erfolgreich wiederhergestellt werden. Natrium- und Calciumsilikat wird genauso entfernt, wie Karbonatrückstände, die sich als Ausfallprodukt auf der Oberfläche niedergeschlagen und die Korrosion der Stufe I ausgelöst haben.

4. Wichtige Hinweise!

RADORA-B wirkt ätzend, deshalb ist Vorsicht geboten!

Beschichtete Glasflächen nicht mit RADORA-B reinigen, da dies zu irreparablen Schäden führt! Eloxiertes, galvanisiertes Material, Spiegelglas, hochglanzpoliertes Steinmaterial vor RADORA-B schützen, einfetten oder mit Plastikfolie abdecken. Bei der Verarbeitung von RADORA-B Schutzkleidung, Gummihandschuhe (säurebeständig), Schutzbrille / Gesichtsschutz tragen!

 Kennzeichnungsetikett auf der Originalflasche beachten!

Vor Arbeitsbeginn und vor allem bei großen Glasflächen ist grundsätzlich an unauffälliger Stelle eine Probefläche anzulegen um Verträglichkeit zu prüfen. Behandelte Glasflächen müssen immer mit viel klarem Wasser nachgewaschen werden!

Bestellmenge / Verpackung:

6 x 1000 ml
1 Karton
40 x 1000 ml
2 Kartons
25 Liter
1 Kanister

Gebinde: 1-Liter HDPE-Rechteckflaschen, 25-Liter HDPE-Kanister.

Lieferung / Frachtkosten: inklusive Verpackung und Einwegflaschen bzw. 25-Liter-Einwegkanister als Gefahrgut per Spedition, zuzüglich Frachtkosten (bis 50 kg ca. 29,- €, bis 100 kg ca. 40,- €), jeweils abhängig zum Lieferort der deutschen PLZ-Regionen. Export-Frachtkosten mit eventueller Verzollung auf Anfrage. Pappkartons 4G mit 6 x 1 Liter oder 20 x 1 Liter-Flaschen je Innenverpackung und bis 30 kg Bruttomasse können als limitied quantities (LQ22) durch Paketdienst mit der Verpackungsaufschrift UN1790 innerhalb Deutschlands befördert werden. Frachtkosten bis 7 kg 7,90 € oder bis 21 kg 14,60 € pro Paket.

Bitte beachten: RADORA-B ist Gefahrstoff. Lieferung nur an gewerbliche Unternehmen mit Fachkenntnis.

Zahlung: 8 Tage mit 2 % Skonto oder nach 30 Tagen netto, Beträge unter 80,- € rein netto.